Risikolebensversicherung – Absicherung der Familie

Eine Risikolebensversicherung sorgt für die finanzielle Absicherung der Familie, sollte dem Versicherungsnehmer etwas schlimmes zustoßen. Denn wenn das Haupteinkommen der Familie weg fällt, aber Schulden (wie zum Beispiel ein Kredit für das Haus) noch abzuzahlen sind, kommt es schnell zur finanziellen Not.

Es ist daher sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Familie im schlimmsten Fall ihre finanzielle Lebensgrundlage nicht verlieren würden. Genau an dieser Stelle greift die Risikolebensversicherung ein: Sie zahlt in diesem Fall die Versicherungssumme aus, mit der Schulden abgezahlt und künftige Ausgaben getätigt werden können.

Sichere Zukunft – Leben absichern

Veranschaulichen Sie Sich folgendes: Allein auf Deutschland’s Autobahnen sterben alljährlich etwa 4000 Personen – oft genug ohne Eigenverschulden. Diese Menschen sind meist auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Weg nach Hause, also ganz alltäglichen Dingen, in denen man so gut wie keine Gefahr erwartet. Doch es kann schnell gehen. Und dann ist es gut, wenn man sich vorher Gedanken gemacht hat und entsprechend abgesichert ist
 

Kennzeichen der Risikolebensversicherung

  • Die Familie wird durch die Risikolebensversicherung finanziell abgesichert
  • Sichere Zukunft der Hinterbliebenen
  • Sicherheit für Kredite im Todesfall
  • Absicherung der Immobilienfinanzierung
  • Beiträge der Versicherung sind steuerlich absetzbar
  • Risiko finanzieller Probleme der Familie wird stark gesenkt
  • Flexible Beiträge und Laufzeiten
  • Auszahlung auch bei kurzzeitiger Einzahlung
  • Nach Ablauf der Versicherung erlischt auch der Versicherungsschutz
  • Exklusionsklauseln (wie z.B. Selbstmord)

 

Absicherung der Familie: Das Risiko und die Lebensversicherung

Die Risikolebensversicherung ist also sehr sinnvoll für Menschen, die im Todesfall Hinterbliebene bzw. ihre Familie zu versorgen hätten. Ehepartner können die Risikolebensversicherung auch auf 2 Leben abschließen, bei welcher die Versicherungssumme nur ein mal (beim Tod des zuerst versterbenden) ausgezahlt wird. Diese Sorte der Versicherung ist dann billiger als zwei eigenständige Verträge und macht auch dann Sinn, wenn ein Partner kein Einkommen hat und nur für den Haushalt und die Kinder zuständig ist.

unfallgrafikreifenspurEine Risikolebensversicherung bezahlt im Falle des Todes eine vertraglich vereinbarte Versicherungssumme aus. Bei den Überlegungen zur Höhe der Versicherungssumme ist zu beachten, dass für junge Familien eine Kapitalauszahlung von etwa 100.000 Euro nötig ist, um daraus über lange Zeit eine monatliche Zahlung von 500 EUR zu gewährleisten. Für ältere Familien reichen kleinere Summen aus, da der nötige Versorgungszeitraum geringer ist. Berücksichtigen sollte Sie bei einer derartigen Rechnung vor allem die Renten, die aus der Sozialversicherung oder anderen Versorgungen gezahlt werden.

Bereits beim Abschluss dieser Versicherung kann ein Umwandlungsrecht vereinbart werden. Damit ist man später ohne erneute Gesundheitsprüfung in der Lage, die Risikolebensversicherung in eine Kapitallebensversicherung umzuwandeln, die eine Kapital Ansparung ermöglicht.

Bei der Festlegung der Laufzeit einer Risikolebensversicherung sollte die zukünftig mögliche Versorgungssituation berücksichtigt werden. Hierbei ist vor allem das Alter der Kinder ausschlaggebend. Denn die Versorgungslage des Ernährers ändert sich im Lauf der Zeit, wenn die Kinder selbstständig werden und nicht mehr auf elterliche Versorgung angewiesen sind.

Wird lediglich in den folgenden Jahren eine besonders intensive Versorgung der Familie benötigt, ist auch eine Risikolebensversicherung mit fallender Summe eine Möglichkeit. Das bedeutet, dass die zu zahlenden Raten der Versicherung mit der Zeit geringer werden, allerdings auch die auszuzahlende Versicherungssumme. Eine andere Option ist es, seine Versicherung zu kündigen, sobald sie nicht mehr nötig ist. Unvorteilhaft wäre es allerdings, eine Risikolebensversicherung  auf einen zu kurzen Zeitraum abzuschließen. Wird danach  noch weiterhin Versicherungsschutz benötigt, aber ist zwischenzeitlich krank geworden und damit nicht mehr versicherbar, steht man nach Ablauf des Versicherungszeitfensters ohne Versicherungsschutz im Regen.

 

Bei der Berechnung der Versicherungsbeiträge spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Laufzeit der Versicherung
  • Alter der versicherten Person
  • Höhe der Versicherungssumme
  • Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers
  • Evtl. gefährliche Hobbys
  • Raucher/Nichtraucher

 

Vorteile einer Risikolebensversicherung

Der im Mittelpunkt stehende Vorteil der Risikolebensversicherung ist natürlich die finanzielle Absicherung der Familie im Falle des Todes des Versicherten. Insofern ist diese Art der Versicherung vor allem für die Menschen wichtig, die ihre Familie versorgen müssen. Das gilt vor allem dann, wenn z.B. Kredite vorhanden sind oder die Raten für ein Eigenheim gezahlt werden müssen. Denn nur durch die Risikolebensversicherung kann verhindert werden, dass die Familie in diesem Fall nicht nur mit der Trauer konfrontiert wird, sondern auch noch vor einem sehr großen Schuldenberg steht und unter Umständen ihr Zuhause verliert.
 

Nachteile von Risikolebensversicherungen

Der größte Nachteil einer Risikolebensversicherung ist, dass die Ratenbeiträge nach der Vertragslaufzeit nicht zurückgezahlt werden, wenn der Versicherungsnehmer das Ende der Vertragslaufzeit erleben kann. Diese Versicherung kann also nicht für die Altersvorsorge eingesetzt werden, da kein Kapital angespart wird. Vor allem wenn man noch jünger ist, sollte man sich daher überlegen, ob es nicht klüger wäre, eine dementsprechende Kapitallebensversicherung vorzuziehen.
Mit der Kapitallebensversicherung hat man nicht nur die Absicherung im Todesfall, sondern erhält nach Ablauf des Vertrags die Versicherungssumme aus angespartem Kapital ausgezahlt. Diese Möglichkeit sollte vor allem dann in Betracht gezogen werden, wenn man selbständiger Unternehmer ist und nur eine geringe gesetzliche Rente erhält. Allerdings sind im Gegenzug die Raten entsprechend höher. Wer also sowieso eine hohe Kapitallebensversicherung hat, der benötigt in der Regel keine Risikolebensversicherung.
 

Risiko oder kapitalbildende Lebensversicherung?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, welchen Nutzen Sie Sich aus der Lebensversicherung versprechen. Wenn Sie nicht nur für den Notfall abgesichert sein möchten, sondern auch Wert auf eine Altersvorsorge legen, dann ist eine kapitalbildende Lebensversicherung von Vorteil. Dies ist wohl unbestreitbar die sichere Variante, da sie auch dann eine Zahlung mit sich bringt, wenn der Versicherungsnehmer das Ende der Versicherungsdauer erleben kann. Die Risikolebensversicherung dagegen deckt nur das Risiko eines tödlichen Unfalls oder einer Krankheit ab. Dafür ist sie aber auch wesentlich günstiger und dadurch für mehr Menschen erschwinglich.
 

Wie hoch sollte die Versicherungssumme meiner Risikoversicherung sein?

Bei der Versicherungssumme sollte überprüft werden, wie viel Geld die Familie (oder sonstige Erben) im Fall des Todes benötigt.

  • Absicherung der Familie: Welchen Betrag benötigen der Partner und die Kinder (Schule, Ausbildung, Studium etc.)?
  • Schulden: Welche Kredite existieren und in welcher Höhe?
  • Nachlassverbindlichkeiten: Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten (z.B. für Beerdigung)?
  • Erbschaftssteuer: Auch Risikolebensversicherungen fallen unter diese Steuer!

Letzteren beiden Punkte spielen vor allem dann eine Rolle, wenn ein nichtehelicher Lebenspartner als Erbe eingesetzt werden soll.
 

Die Absicherung von Darlehen durch Risikolebensversicherungen

Ein weiterer Bereich, in dem eine Risikolebensversicherung zur Absicherung beitragen kann, sind Kredite für Immobilien. Dadurch wird mit der Versicherung sichergestellt, dass die Immobilie im entsprechenden Fall schuldenfrei gestellt wird.

In einem Solchen Fall wird verhindert, dass durch unzureichende finanzielle Mittel die Immobilie in den Besitz der Bank übergeht. Dabei kann die Versicherung auch bequem an die höhe des Darlehens angepasst werden, um ausreichend zu sein. Die Versicherungssumme nimmt dann mit der Abzahlung bzw geminderten Restschuld ab, was auch die Raten reduziert.

Einige Kreditinstitute bieten eine Restschuldversicherung als Umfang des Immobiliendarlehens direkt mit an und setzen den Abschluss  für eine Darlehensgewährung voraus.

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